Zwei Konzepte, ein Ziel
Digital Thread vs Digital Twin
Digital Thread und Digital Twin werden im Kontext der digitalen Produktentwicklung häufig gemeinsam genannt – und ebenso häufig gleichgesetzt. Beide Konzepte verfolgen das Ziel, Komplexität zu reduzieren und bessere Entscheidungen zu ermöglichen. Ihre Rollen im Produktlebenszyklus unterscheiden sich jedoch grundlegend.


Was ist ein Digital Twin?
Ein Digital Twin ist die digitale Repräsentation eines Produkts, einer Maschine oder eines Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt. Er bildet Geometrie, Eigenschaften, Zustände oder Betriebsdaten ab und wird genutzt, um Verhalten zu analysieren, Simulationen durchzuführen oder Optimierungen zu bewerten.
Digitale Zwillinge liefern Antworten auf Fragen wie:
- Wie verhält sich ein Produkt unter realen Bedingungen?
- Welche Auswirkungen haben Änderungen auf Leistung oder Qualität?
- Wo bestehen Optimierungspotenziale?

Der zentrale Unterschied
Der Digital Twin liefert zustandsbezogene Erkenntnisse. Der Digital Thread stellt den übergeordneten Zusammenhang her, in dem diese Erkenntnisse entstehen, weitergegeben und genutzt werden.
Ohne Digital Thread bleiben Digital Twins häufig isoliert. Ergebnisse aus Simulation, Betrieb oder Analyse lassen sich nur eingeschränkt in nachgelagerte Prozesse integrieren. Der Digital Thread sorgt dafür, dass diese Informationen konsistent entlang des gesamten Produktlebenszyklus verfügbar bleiben.

Zusammenspiel von Digital Thread und Digital Twin
In der Praxis ergänzen sich beide Konzepte. Der Digital Twin ist Teil des Digital Thread und liefert wertvolle Datenpunkte entlang der Prozesskette. Der Digital Thread stellt sicher, dass diese Daten systemübergreifend nutzbar bleiben und automatisch in Entwicklung, Fertigung, Qualität und Service einfließen.
Unternehmen, die Digital Thread und Digital Twin gezielt kombinieren, profitieren von höherer Transparenz, kürzeren Entwicklungszyklen und fundierten Entscheidungen auf Basis konsistenter Daten.
Transformation messbar machen
Ohne Digital Thread
- –Isolierte Systeme: Informationen sind verteilt und nicht verknüpft.
- –Manueller Aufwand: Hoher Zeitverlust durch Mehrfacheingaben.
- –Sequenzielles Arbeiten: Abteilungen warten aufeinander.
- –Hohe Fehlerquote: Teure Änderungen in späten Phasen.
Mit Digital Thread
- –Durchgängige Vernetzung: Konsistente Daten über alle Phasen hinweg.
- –Automatisierung: Änderungen wirken sich sofort auf den gesamten Prozess aus.
- –Paralleles Engineering: Beschleunigte Industrialisierung.
- –First-Time-Right: Simulationen sichern die Qualität frühzeitig ab.
FAQ
Häufig gestellte Fragen.
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