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01.05.26

UX-Audit im B2B: Nutzererlebnisse systematisch optimieren

Im B2B-Umfeld arbeiten Fachkräfte täglich mit komplexen Softwaresystemen wie PLM-Lösungen, CAD-Werkzeugen oder Simulationssoftware. Die Qualität der Benutzeroberfläche bestimmt direkt über Produktivität, Fehlerquote und Mitarbeiterzufriedenheit. Ein UX-Audit offenbart versteckte Schwachstellen und zeigt konkret, wo Optimierungen Nutzen bringen.

Was ist ein UX-Audit und warum es für Ihr Unternehmen wichtig ist

Ein UX-Audit ist eine systematische Analyse der Benutzerfreundlichkeit einer Anwendung. Wir bewerten die Usability, das Interface-Design, die Navigationslogik und die Konsistenz hinsichtlich anerkannter Standards und Best Practices. Das Ziel: Verstehen, wie Ihre Nutzer die Software wahrnehmen und mit welchen Hürden sie kämpfen.

Im industriellen Umfeld stoßen wir regelmäßig auf ähnliche Probleme. Komplexe Hierarchien in PLM-Systemen wie Teamcenter erschweren die Navigation. Workflows sind über mehrere Bildschirme verteilt. Icons und Beschriftungen sind unklar. Solche Reibungsverluste summieren sich: Ein Konstrukteur verliert täglich Minuten bei Routineaufgaben. Übers Jahr hinweg entstehen erhebliche Produktivitätsverluste.

Ein UX-Audit stoppt diese stillen Kosten. Wir identifizieren, was funktioniert und wo Nutzer stolpern. Auf dieser Basis planen Sie gezielt Verbesserungen.

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Bestandteile eines professionellen UX-Audits

Ein umfassendes Audit deckt mehrere Dimensionen ab. Zuerst die heuristische Evaluierung: Unsere UX-Experten durchlaufen die Anwendung methodisch und vergleichen sie mit etablierten Usability-Prinzipien. Dabei notieren wir jedes Problem – vom fehlenden Feedback bei Benutzeraktionen bis zur inkonsistenten Farbcodierung.

Zweitens führen wir Usability-Tests mit echten Anwendern durch. Wir beobachten, wie Ihre Konstrukteure, Planer oder Freigeber tatsächlich arbeiten. Oft zeigen sich Probleme erst in der Praxis, die in statischen Analysen übersehen werden. Ein Test kann aufdecken, dass eine vermeintlich logische Button-Anordnung in der Realität zu Verwirrung führt.

Drittens bewerten wir die Konsistenz. Ein UX-Audit prüft, ob Bedienelemente überall gleich aussehen und sich gleich verhalten. In gewachsenen Systemlandschaften mit mehreren Anwendungen ist Inkonsistenz ein häufiger Schwachpunkt. Nutzer müssen ständig neu lernen, statt schnell navigieren zu können.

Abschließend analysieren wir Performance und Accessibility. Wie schnell lädt die Oberfläche? Können auch Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen oder Mobilitätseinschränkungen effizient arbeiten? Diese Fragen gehören zu modernem Design.

Typische Schwachstellen in industriellen Systemen

Komplexe PLM-Oberflächen sind anfällig für bestimmte Probleme. Die Item-Struktur in Teamcenter ist mächtig, aber die Darstellung kann überwältigend wirken. Nutzer sehen zu viele Informationen gleichzeitig und verlieren den Fokus. Häufig wäre eine strukturierte Wizard-geführte Navigation hilfreicher als ein großes Formular.

CAD-Workflows zeigen ein anderes Muster. Ingenieure müssen zwischen NX, Teamcenter und eventuell Simulationssoftware wechseln. Jede Anwendung hat ihre eigenen Paradigmen. Beim Wechsel entstehen mentale Umschaltkosten. Ein Audit identifiziert solche systemübergreifenden Bruchstellen.

Genehmigungsprozesse werden häufig als unbequem erlebt. Der Freigeber muss mehrere Fenster öffnen, Dokumente vergleichen, Kriterien prüfen. Wäre ein Approval-Dashboard möglich, das alle relevanten Informationen auf einen Blick zeigt? Oft ja – man hat es nur noch nicht gebaut.

Weitere klassische Schwachstellen: Fehlende Kontexthilfe, unklare Fehlermeldungen, versteckte Filter und Suchfunktionen, keine Möglichkeit zum Speichern von Favoriten oder Arbeitsabläufen. All diese Punkte kosten täglich Zeit und erzeugen Frustration.

Mehrwert und wirtschaftlicher Nutzen

Der Nutzen eines UX-Audits liegt in der Vermeidung von Kosten. Ein Konstrukteur, der täglich 20 Minuten mit schlechter Usability verschwendet, kostet sein Unternehmen über das Jahr etwa 15.000 bis 20.000 Euro an ungenutzter Leistung. Multipliziert mit Ihrer Team-Größe wird das erheblich.

Wir begleiten Sie bei der Priorisierung von Verbesserungen. Manche Probleme sind schnell gelöst – etwa durch bessere Beschriftungen oder Tutorials. Andere erfordern Entwicklungsarbeit. Ein Audit zeigt, wo der Nutzen pro investiertem Euro am höchsten ausfällt.

Ein weiterer Aspekt: Mitarbeiterzufriedenheit. Häufig höre ich von Fachkräften, dass sie die Systemoberfläche als veraltet oder unintuitiv erleben. Das belastet die Arbeitsatmosphäre. Wenn Sie sichtbar in besseres Design investieren, steigt die Motivation. Neue Mitarbeiter haben einen leichteren Einstieg.

Aus strategischer Perspektive verschafft ein UX-Audit auch Sicherheit bei Systemauswahl. Sie evaluieren aktuell ein neues PLM-System? Ein Audit der Kandidaten-Lösungen zeigt objektiv, welche am besten zu Ihren Nutzern passt.

Wann lohnt sich ein UX-Audit?

Ein UX-Audit ist sinnvoll, sobald Sie eine komplexe Anwendung produktiv einsetzen. Sie haben Teamcenter im Einsatz und mehren Nutzer berichten von Navigations-Problemen? Das ist ein klares Signal. Sie erweitern Mendix-Anwendungen und möchten sicherstellen, dass die neue Oberfläche gleich richtig gestaltet wird? Auch dann zahlt sich ein Audit aus.

Auch bei Migrationen ist ein Audit wertvoll. Sie wechseln von einem alten System zu NX oder modernisieren Ihre PLM-Struktur? Nehmen Sie die Gelegenheit ernst und gestalten Sie die neue Oberfläche nutzerfreundlich von Anfang an. Das ist günstiger als Probleme später zu beheben.

Ein Audit ist ebenso empfehlenswert, wenn Sie feststellen, dass die Adoption einer neuen Funktion schlecht läuft. Oft liegt das nicht an der Idee selbst, sondern an der Umsetzung. Ein fokussiertes Audit der betreffenden Oberfläche kann schnell ans Licht bringen, woran es hakt.

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d.u.h.Group begleitet Sie bei UX-Optimierung

Unser Team verfügt über langjährige Erfahrung in UX/UI Design für PLM- und Engineering-Systeme. Wir haben Audits bei Unternehmen verschiedenster Industrien durchgeführt – von Maschinenbau bis Automobilzulieferer. Wir verstehen die spezifischen Anforderungen komplexer Workflows.

Wir begleiten Sie von der Audit-Phase über die Priorisierung bis zur Umsetzung der Verbesserungen. Dabei nutzen wir Mendix, um schnell und wirtschaftlich Systemerweiterungen oder Optimierungen umzusetzen. Dashboards, neue Approval-Workflows oder mobile Ergänzungen – vieles lässt sich elegant ohne klassische Programmierung realisieren.

Unser Ansatz ist partnerschaftlich. Wir sehen Ihre Nutzer genauso wie Ihre Geschäftsziele. Das Ziel ist nicht die spektakulärste Oberfläche, sondern die beste Balance zwischen Intuitivität, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit.

Ob Sie aktuell mit einem Audit starten, eine bestehende Anwendung optimieren oder beim Aufbau neuer Systemlandschaften UX von Anfang an richtig gestalten – wir unterstützen Sie kompetent und praxisorientiert. Kontaktieren Sie uns, um zu besprechen, wie ein UX-Audit Ihrem Unternehmen nutzen kann.

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